FOCUS Kurzfilm - Das Kopftuch (Hiyab)
Ulstertalschule, Hilders; Klasse 9b
In dem Kurzfilm „Das Kopftuch“ geht es darum, dass eine Muslimin neu in eine Schule kommt und darum ihr Kopftuch abnehmen muss.
Die Muslimin wird von einer Lehrerin überredet, ihr Kopftuch abzunehmen, bevor sie das erste Mal in ihre neue Klasse geht. Das Mädchen nimmt das Kopftuch ab und geht vor ihre neue Klasse.
Vor der Szene in der Schule, sieht man eine Innenstadt, in der viele Menschen mit verschiedenem Äußeren umhergehen. Diese Situation wird von der Kamera sehr schnell aufgenommen, sodass es sehr verwirrend ist. Auch weiß man nicht genau, warum diese verschiedenen Menschen gezeigt werden. Dies erklärt sich erst, als man weiß, worum der Film genau handelt und warum so viele verschiedene Menschentypen gezeigt werden. Denn alle Menschen unterscheiden sich von einander und sie sollten dies auch verwirklichen können.
Danach sieht man den Schulflur und die Kamera filmt von nun an sehr ruhig, wodurch ein Kontrast dargestellt wird. Dieser Kontrast zeigt auch, dass Menschen auf der Straße ihren eigenen Kleidungsstyle tragen dürfen und das Mädchen in der Schule nicht. Während der Diskussion zwischen ihr und der Lehrerin, sagt das Mädchen, dass ihre Eltern sie nicht dazu verpflichten dieses Kopftuch zu tragen. Diese Aussage zeigt auf, dass sie es von sich aus macht und sie sich mit dem Kopftuch wohler fühlt. Dies zeigt, dass das Mädchen das Kopftuch nur sehr ungern abziehen möchte. Jedoch nimmt die Lehrerin diese Bitte nicht wahr und redet weiterhin auf das Mädchen ein. Am Anfang der Diskussion hat sie noch Mut der Lehrerin zu widersprechen, jedoch gibt sie dann auf, da sie eventuell nicht von Anfang an in ihrer neuen Schule in schlechtem Licht stehen will. Da sie das Kopftuch abnimmt, fühlt sie sich unwohl, weil sie nie ohne Kopftuch außerhalb ihres Elternhauses ist. Auch verliert sie dadurch Mut und ist so ohne Sicherheit, die ihr sonst durch das Kopftuch gegeben wird. Dadurch fällt ihr es auch sichtlich schwer, sich so den neuen Mitschülern zu zeigen. Das erste aufeinander treffen zwischen der Muslimin und den Mitschülern ist von der Kamera erst aus der Sicht des Mädchens gefilmt worden wie sie auf die Mitschüler schaut und danach findet ein Perspektivenwechsel statt sodass man nun die Muslimin aus der Sicht der Mitschüler sieht. So wird das erste Aufeinandertreffen gut dargestellt. Als die Muslimin ihre Mitschüler das erste Mal sieht, bemerkt sie, dass alle ihren eigenen Kleidungsstyle durchgesetzt haben. Manche Mitschüler haben Piercings, andere tragen eine Kappe während des Unterrichts. Diese Erkenntnis ist für sie sicherlich sehr enttäuschend, denn so hätte sie auch mit Kopftuch vor die Klasse gehen können. Da sie sich von der Lehrerin hat überreden lassen, hat sie nun ein schlechtes Gefühl in der für sie neuen Situation. Außerdem sieht das Mädchen sehr traurig und zugleich verärgert aus, was daraufhin deutet, dass sie das Abnehmen des Kopftuches bereut.
Meiner Meinung nach, hätte das Mädchen das Kopftuch nicht abnehmen dürfen, denn es gehört zu ihrem Glauben, den sie frei leben darf. Außerdem hat sie dadurch Mut verloren und ist ohne Selbstbewusstsein in die Klasse gegangen, was sehr schwer ist. Auch finde ich die „Einleitung“ des Films, also die Situation in der Stadt, nicht gut, da sie sehr verwirrend ist.
Insgesamt finde ich den Kurzfilm „Das Kopftuch“ sehr gut, denn dadurch wird gezeigt, dass jeder sich so kleiden sollte, wie er es richtig findet. Vorallem, wenn Musliminen ein Kopftuch tragen und so ihren Glauben leben, wird dies als schlecht bezeichnet, obwohl andere Menschen auch Kappen tragen.
Autorin: Carina Kirchner