FOCUS Kurzfilm - Super Smile
Ulstertalschule, Hilders; Klasse 9b
Filmkritik Super Smile, Deutschland 2007, Regie: Effie Wu“
In dem Kurzfilm „Super Smile“, aus Deutschland, von Effie Wu ist eine junge Dame zu sehen, die durch ihre Wohnung läuft, etwas isst, Zähne putzt und dann zu Bett geht.
Allerdings sieht man die Frau nicht aus verschiedenen Blickwinkeln oder Perspektiven, sondern immer nur aus der Frontalansicht. Die Frau schaut immer genau in die Kamera, dabei hat sie ein übertreiben breites Grinsen aufgesetzt und blinzelt den ganze Film über nicht einmal. Dieses permanente Grinsen und Starren in die Kamera kann dem Zuschauer Angst einjagen, weil die Frau eigentlich direkt das Publikum anschaut. Dieses fühlt sich beobachtet und kann ihrem Blick nicht standhalten. Egal welche Tätigkeit die junge Dame verrichtet, ob sie spült oder Zähne putzt, sie hält ihren Blick immer auf das Publikum gerichtet und behält auch ihr bereites Grinsen, sogar beim Essen, bei. Der Kurzfilm ist vollkommen Stumm; dies ist ein Grund dafür, dass die Situation noch beunruhigender wirkt. Normalerweise lenkt die Filmmusik ein Bisschen vom Geschehen ab oder die Geräusche verschiedener Tätigkeiten begleiten das Handeln der Person. Doch in diesem Fall ist es nicht so, man wird nicht durch Geräusche bzw. Musik abgelenkt, man konzentriert sich nur auf das Gesicht der Frau.
Ich würde den Film nicht weiterempfehlen, da ich darin keine Sinn und keine Handlung entdecke. Außerdem habe ich mich während des Films sehr beobachtet und unwohl gefühlt.
Autorin: Isabella Röder
Der stumme Kurzfilm „Supersmile“ von Effie Wu aus dem Jahre 2007 stammt aus Deutschland. Darin spielt die Regisseurin Effie Wu selbst die Hauptdarstellerin eine junge Frau. Diese junge Frau bewegt sich durch eine Wohnung, in der sie banale Tätigkeiten wie z.B: essen, abwaschen oder Zähne putzen verrichtet. Das Auge der Kamera konzentriert sich nur auf ihr Gesicht, während sie ihren Gesichtsausdruck nicht verändert und auch nicht blinzelt. Die Kamera folgt jeder ihrer Bewegungen, die Frau hält aber immer den Blickkontakt und fixiert die Zuschauer stark, indem sie sie anstarrt. Sie hat dabei immer ein künstliches unbewegliches Lächeln aufgesetzt. Zwischendurch wird immer mal wieder dichter herangezoomt, um den Gesichtsausdruck zu verdeutlichen. Dadurch, dass es immer den selben monotonen Ausdruck gibt, und der Zuschauer fixiert wird, entsteht eine unheimliche und unnatürliche Wirkung. Der Zuschauer kann sich somit kaum den starren Blick entziehen. Man fühlt sich beobachtet und schaut automatisch weg, wie bei einem Schamgefühl. Es gibt in diesem Kurzfilm ohne Ton keinen Szenenwechsel und keinen einzigen Schnitt. Dies betont noch einmal den faszinierenden, aber monotonen Ausdruck der Künstlerin Effie Wu.
AutorIn: S. Weber
Mir gefällt der Kurzfilm „Super Smile“ von Effie Wu (Deutschland 2007) gut, denn er ist sehr außergewöhnlich. Die Schauspielerin setzt minutenlang ein eingefrorenes Lächeln auf wendet und nie ihren starren Blick von der Kamera, der einem das Gefühl gibt ständig unter Beobachtung zu stehen. Ohne zu blinzeln hält sie die ganze Zeit über aufdringlichen Kontakt zu dem Publikum, was wie eine Hypnose wirkt. Es ist etwas unheimlich, aber gleichzeitig auch witzig, minutenlang direkt von einer Maske angeschaut zu werden. Es breitet sich ein ängstliches Gefühl im Körper aus und man fühlt sich in seiner Haut nicht mehr wohl - irgendwie bloßgestellt, durchschaut und manipuliert.
Da man keine Musik und keine Geräusche hört, die die Schauspielerin bei ihrem alltäglichen Verrichtungen wie Essen und Küchenarbeit eigentlich hätte machen müssen, ist „Super Smile“ ein Stummfilm.
Die Schauspielerin hält ununterbrochenen Kontakt zum Publikum, weshalb es keinen Schnitt gibt. Die Kamera folgt ihren Bewegungen, also würde sie von ihrem Blick magisch angezogen werden.
Autorin: Anna-Lena Klüber