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Krabat (SKW 2009)

Christian-Wirth-Schule, Usingen; Klasse: 8B1 --------------- Bitte beachten Sie, dass die Texte aufgrund technischer Formatierungsprozesse Fehler enthalten können, die nicht vom jeweiligen Autor stammen.

Der Film “Krabat” von Regisseur Marco Kreuzpaintner ist die Verfilmung des

gleichnamigen Romans von Othied Preußler mit David Kress in der Rolle der

Titelhgur. Die Geschichte beruht auf einer alten serbischen Volkserzählung und spielt

im Film zur Zeit des 30jährigen Krieges. Sie handelt vom Waisenjungen Krabat, dessen

Bettelzüge in der Schwarzen Mühle im Koselbruch ein Ende finden. Er lässt sich dort

auf die auf Hass beruhende Schwarze Magie ein, ohne sich über die Folgen im Klaren

zu sein. Anfanglich ist er fasziniert davon, doch allmählich erkennt er die Macht des

Bösen. Nur durch Freundschaft und die Kraft der Liebe gelingt es ihm schließlich, sich

und somit auch die anderen Burschen wieder davon zu befreien. lm ersten Jahr ist der

Altgesell Tonda, von Daniel Brühl überzeugend dargestellt, sein wichtigster Freund

und Ansprechpartner. Im zweiten Jahr ist es Juro, zu dem Krabat Vertrauen fasst,

Außerdem hat er sich auf den ersten Blick in ein Bauemmädchen, gespielt von Paula

Kalenberg, verliebt und kann sie nicht vergessen, Christian Redl dagegen verkörpert

die mächtige Gestalt des Meisters sehr eindrucksvoll und Furcht einflößend.

Vergleicht man Film und Roman, fällt zuerst die Verkürzung des Handlungszeitraums

von drei Jahren im Buch auf zwei Jahre im Film auf Krabats zweites Jahr in der Mühle

wird im Film im Prinzip weggelassen. Nur einige besonders wichtige Ereignisse wie

das Ende von Krabats Lehrzeit werden gezeigt. Sein Besuch mit dem Meister in

Dresden beispielsweise und seine Freundschaft mi Michal werden nicht erwähnt.

Außerdem bleiben manche Dinge im Film unerklärt; Ohne das Buch gelesen zu haben,

weiß man z.B. nicht, weshalb sich die Klinge von Tondas Messer schwarz färbt. Dafür

entwickelt sich nach Tondas Tod früher die Beziehung zu Juro. Was Juro angeht, hebt

der Film besonders seine Dummheit hervor (durch sein Stottern), die in Wirklichkeit ja

nur gespielt ist. Auch Tondas Beziehung zu Worschula wird austiihrlicher dargestellt:

Tonda erzählt Krabat nicht nur davon, dieser erlebt sie hautnah mit. Insgesamt kann

man sagen, dass die Aussage einer jeden Szene im Buch bei der Verfilmung beibehalten

wurde, die Art, wie es dazu kommt, jedoch teilweise geändert wurde: So fehlen die

Szenen auf dem Viehmarkt gänzlich, stattdessen befreien die Gesellen Schwarzkollm

von schwedischen Soldaten. In beiden Fallen tappen die Gesellen jedoch in eine Falle

des Meisterst Auf dem Viehmarkt sind es Krabat und Juro, bei der Schlacht ist es

Tonda.

Stilistisch arbeitet das Filmteam mit verschiedenen Mitteln. Die fast durchgängige

musikalische Untermalung lässt den Zuschauer besonders tief in die Fantasiewelt

eintauchen.

Die Bilder sind meist dunkel gehalten, auf elektrisches Licht wurde verzichtet, Von

einem oder wenigen Punkten nur geht Licht aus (oft Kerzen). Auch wird an manchen

Stellen damit gearbeitet, Bilder übereinander zu blenden, z.B. als Tonda und Krabat in

der Osteinacht des ersten Jahres aus sich hinaus gehen. Die Nebengeräusche im Film

scheinen oft lauter zu sein als in Wirklichkeit. Die Mühle läuft sehr laut an, aber auch

die Schläge des Meisters- hört man sehr kräftig.

All das schafft eine bedrohliche und düstere Stimmung, die erst mit der Zerstörung der

Mühle endet.

In besonders guter Erinnerung habe ich vor allem das Ende des Films behalten: Die brennende Mühle symbolisiert eindrucksvoll die neue Freiheit und den Sieg des Guten über das Böse. Der Film beweist eindringlich, dass die Liebe stärker ist als der Hass und alle dunklen Mächte. Die Liebe zur Kantorka befreit Krabat und die anderen Müllerburschen schließlich vom Bann der Schwarzen Magie.

Eine schöne Idee finde ich es, dass sich am Ende des Films herausstellt, dass Lyschko, den Krabat eigentlich gar nicht mag, der Kantorka den Ring gebracht hat und Krabat so einen großen Gefallen getan hat. Es verdeutlicht noch einmal die Wendung zum Guten für alle Gesellen. Die Schwarze Magie hat ihre Macht endgültig verloren.

Ich würde den Film an alle weiterempfehlen, die das Geheimnisvolle und Ungewisse mögen, halte es aber für sinnvoll, den Roman vor dem Kinobesuch zu lesen. In jedem Fall ist Krabat eine Hauptfigur, die geradezu dazu einlädt, sich mit ihr zu identifizieren. Denn er durchlebt die ganze Bandbreite des Lebens über Freundschaft und Liebe bis hin zum Tod. Dieser Faszination kann man sich kaum entziehen.

Autor: Britta Schäfer

 

 

Im Film Krabat geht es um einen 14 Jährigen Jungen, in der Zeit nach dem 30

jährigen Krieg in Deutschland , der in seine Träumen in eine Mühle gerufen

wird . Er begibt sich zu dieser Mühle und trifft dort auf den Meister der Mühle

der ihn in die Lehre nimmt . Krabat findet schnell einen anderen Lehrburschen (

Tonda ) als Freund . Nach ein paar Monaten erkennt Krabat das in der Mühle

nicht alles mit rechten Dingen zugeht . Eines Abends bemerkt er das alle

anderen Burschen nicht mehr in der Schlafkanrnner sind . Er geht zu einem Spakt

in der Wand und sieht das vor der Mühle eine Pferdekutsche steht . Diese wird

einig von den anderen Müllersburschen ent- und beladen . Ein in schwarz

verhüllter Mann sitzt auf dem Bock der Kutsche . Am nächsten Tag fragt er die

Anderen was am vorherigen Tag los war , aber niemand will mit ihm reden .

Als er dann eines Tages abends vom Meister mit Tonda zusammen

losgeschiekt wird , die Nacht an einen Ort zu verbringen an dem jemand

gewaltsam gestorben ist, warnt dieser ihm vor der Gewalt des Meister und will

das Krabat flieht . Dieser lehnt dies jedoch ab . Später in der Nacht zeigt Tonda

Krabat , wie man seinen Körper verlässt . Zusammen laufen Tonda und Krabat

körperlos in ein Dorf . Dort sieht Krabat auf ein wunderschön”Mädchen . Er

will zu ihm wird aber von Tonda gehindert . Als sie dann am Morgen zum

Meister in die Mühle zurückkehren , verfällt Krabat dem Meister für immer ,

da er sich ihm unterwirft .

In der Nacht zur J ahreswende hört Krabat laute Schreie , will ihnen auf den

Grund gehen , wird aber von den anderen Mühlersburschen aufgehalten . Am

nächsten Morgen finden sie Tonda Tod vor .

Nach einem Jahr in der Mühle , zeigt der Meister Krabat die Schwarze Magie .

Zum ersten Mal muss Krabat beim entladen der Kutsche des verhüllten Mannes

auch helfen , der jede Neumondnacht kommt . Er erkennt zudem ,das in dieser

Mühle jeder früher oder später dem Gevater geopfert wird . Deshalb versucht

Krabat aus der Mühle zu fliehen schafft es aber nicht, da er immer wieder zur

Mühle gelenkt . Von J uro erfährt Krabat das der Meister nur besiegt werden

könne , wenn ein Mädchen einen Burschen am Ende des Jahre üeibittet und die

Aufgabe des Meister löst . Krabat überlegt ob das Mädchen das er im Dorf

gesehen hat ihn üeibitten kann . Er trifft sich mit ihr, ohne das der Meister

etwas davon erfährt , und beredet mit ihr alles . Sie erklärt sich bereit ihn

freizubitten . Kurz vor Jahresende fragt der Meister Krabat , ob er vielleicht sein

Nachfolger seien wolle . Dieser lehnt jedoch ab . Daraufhin schickt der Meister

ihn los , ein Grab für sich auszuheben . Am Ende des Jahres kommt Krabats

Mädchen zur Mühle um ihn freizubitten . Der Meister stellt ihr eine Aufgabe

die sie löst . Infolge dessen verbrennt der Meister zusammen mit seiner Mühle .

im Film Krabat werden viele Details vom Buch weggelassen wie das er drei

Jahre auf der Mühle ist , oder der Grund wieso sich Krabats Messer schwarz

färbt . Gegen Ende ist der Film stark gerafil; .

Zudem sind sie Computeranimationen im Film nicht sehr gut und gegen Ende.

Aber der Film ist nicht nur negativ . Im Gegenteil , viele Szenen wurden

wunderbar dargestellt . Wie zum Beispiel die verwüstete Landschaft , die

trickreiche Verwandlung der Jungen in Raben und die Dunkelheit im Film .

Der Film ist eine hervorragende Leistung vom Regisseur Marco Kreuzpainter ,

der schon als kleiner Junge vom Buch Krabat fasziniert war . Krabat wurde in

überzeugender Rolle von Daniel Brühl gespielt , ebenso wie Robert Stadtlober

den Lyschko spielte und wie Christian Redl den Meister

dargestellt. Eigentlich sollte der Film in Deutschland gedreht werden , dieser

Platz erfüllte jedoch nicht der Erwartungen der Regisseure , deshalb wurde

in Rumänien gedreht .

Die Aussage des Filmes ist: Mit starkem Zusammenhalt besiegt man selbst sein

unausweichliches Ende . Der Film ist für jeden etwas der Spannung und Action

liebt , sollte jedoch von Kinder unter l0 Jahren gemieden werden . Vor dem

Film wäre es sinnvoll das Buch zu lesen um den Film besser zu verstehen .

Autor: Moritz Brandscheid

 

 

In dem Film ,,Krabat" geht es um einen Müllersburschen, der die schwarze

Magie aufgrund der Liebe zu einem Mädchen besiegt. Der Regisseur Marco

Kreuzpaintner (,,So1nmersturm", ,,Trade - Willkommen in Amerika") und seine

Crew entschied sieh, diesen Film in den Karpaten in Rumänien zu drehen und

nicht am Originalschauplatz. ln Rumänien ist die Verwüstung durch den

Dreißigjährigen Krieg besser sichtbar zu machen, was einen Vorteil darstellt. So

kann die Notlage der Müllersburschen leichter in den Blickpunkt gerückt

werden,

Die trickreiche Verwandlung in Raben und wieder zurück gelingt gut.

Allerdings bleibt das schnelle Altern Krabats (David Kross) und das

Schwarzfärben eines Messers unerklärt. Ebenso wirkt die inhaltliche Raffung

gegen Ende des Films unausgewogen.

_ H Krabat (T itelfigur) bleibt etwas blass, die Wiedergabe vieler

Gedankengänge fehlt. Der im Film eingesetzte Erzähler verwendet dagegen die

einfache bildhafte Sprache des Buches. Ansonsten wird die Sprache durch

filmische Tricks bei knagp gehaltenen Dialogen eher verwischt,

Mit dem Tod von Tondas (ein Müllersbursche: Daniel Brühl) Mädchen

kommt Dramatik in den F ilm. Die Verwandlung des stotternden und dummen

J uro in den schlauen Burschen, der den Überblick behält, erscheint glaubwürdig.

Das Auseinanderhalten der Müllersburschen erfordert allerdings hohe

Konzentration, weil sie als Menschengruppe stets zusammen erscheinen. Eine

dem Charakter jeweils entsprechende Zeichnung findet am Anfang nur knapp

durch den Erzähler statt.

Die Darstellung des Meisters wirkt farblos, seine uneingeschränkte

Macht über die Müllersbtnschen kommt nur selten zum Tragen, so zum

Beispiel » der literarischen Vorlage folgend - als sich einer der Müllersburschen

vergeblich umbringen möchte, und der Meister entscheidet, wann jemand stirbt.

Der Zuspitzung des Konfliktes zwischen Krabat und dem Meister

wird nicht genug Raum gelassen. Der Schluss nach der Rettung Krabats durch

die Kantorka fällt zu lange aus. Die Müllersburschen fliehen erst sehr spät von

der brennenden Mühle. li

Die brennende Mühle dient als Symbol des Sieges des Guten über das

Böse. Auch die Wandlung Lyschkos belegt, dass man sich durch l‘~lae-hdenken

über einschneidende Geschehnisse zum Guten wantiehi kann.

Zentrales, immer wiederkelnendes Motiv sind die Mühlräder, die

jeweils deutlich machen sollen, dass sich wichtige Ereignisse und Vvrendangen

auf der Miihle abspielen.

Die Filmmusik ist siändi präsent, dynamisch an die Geschehnisse

angepasst. Allerdings erscheinen Geräusche (Krähen der Raben, iänarren der

Türen) lauter als in der Realität, damit der Film ellektvoiler wirkt.

Die Farben sind dunkel gehalten, die Müllersburschen tragen

Kleidung in Naturfarben (beige, grau, braun, olivgrün). Auf _ grelle helle Farben

wie Blautöne wird verzichtet, angepasst an die Zeit des Dreißgiährigen Krieges.

Lediglich den roten Rock der Kantorka wird ein besonderer Akzent gesetzt.

Sinnvoll wäre es, die Lektüre gelesen zu haben, bevor man den Film

,,Krabat" besucht, da viele Erzählschritte und Diaicge ausgespart werden und

derfiim sich so dem Zuschauer nur-S<;hW¢·=Y ßfäßlllißßt-

Autor: unbekannt

 

 

Der 14-jährige Betteljunge Krabat wird Lehrling an einer Mühle in Schwarzkollm, die auch eine Schule der dunklen Magie ist. Dies spielt um die Zeit des Nordischen Krieges (1700- 1721). Er lernt die guten und schlechten Seiten der schwarzen Magie kennen, doch wird er sich für die dunkle Magie der Zauberei oder für die helle Magie der Liebe entscheiden?

Die Schauplätze aus Otfried Preußlers Buch wurden jedoch nicht übernommen.

Da man zum Verfilmen eine unberührte Landschaft brauchte, entschied man sich dafür, den Großteil der Dreharbeiten in Rumänien durchzuführen. Die Drehorte passen so sehr gut in diesen Film um Liebe und Zauberei. Gleichzeitig schaden diese grandiosen Landschaften jedoch der Übereinstimmung zwischen Film und Buch, da von flacher, sumpfiger Heide, Auen und der Unheimlichkeit einer sich verlierenden Landschaft nicht mehr viel übrig ist, kann man doch im Hintergrund der Mühle immer hohe Berge sehen.

Zudem gibt der Film viele Stellen aus dem Buch nur gekürzt oder unverständlich wieder, das zweite Jahr auf der Mühle wird sogar ganz weggelassen. Die Szene im Dorf, in der die Müllersburschen gegen die Soldaten kämpfen (sie wurde im Film dazuerfunden) wäre allerdings nicht nötig gewesen, da sie für die Zuschauer etwas schnell geschieht und selbst in dem Film über Zauberei zu unwirklich aussieht und übertrieben wirkt.

Der Film stellt trotz seiner phänomenalen Schauplätze doch fast ständig Hässliches scheinbar völlig bewusst in den Vordergrund, z.B. als der Altgeselle Tonda seine tote Freundin aus dem Mühlbach zieht oder als er tot aufgefunden wird sowie als eine deutliche Aufnahme von Mertens Hals zu sehen ist, nachdem er sich zu erhängen versucht hat.

Hier muss ich es in Frage stellen, ob man sich den Film schon mit 12 Jahren anschauen sollte.

Der 2008 von Regisseur Marco Kreuzpaintner verfilmte Spielfilm ist in seinen Hauptrollen durchgängig von bekannten Schauspielern besetzt. Die Rolle des Altgesellen Tonda spielt Daniel Brühl sichtlich überzeugend. Es gelingt ihm, der Figur eine eigene Identität zu geben, ohne sie zu sehr aus der Gemeinschaft der Burschen herauszuheben. Dem Krabat-Darsteller David Kross gelingt es allerdings im Film nach dem Tode Tondas nicht ganz, dessen Position für den Zuschauer einzunehmen. Einer der Gründe hierfür ist sicherlich auch Krabats jugendliches Aussehen im Film, welches sich bis zum Ende nicht entscheidend verändert, da die Jahreseinteilungen im Film nicht mit denen im Buch übereinzustimmen scheinen. Robert Stadlober ist im Film als Müllersbursche Lyschko zu sehen, allerdings versteht man hier als Zuschauer schlecht, dass ihm Kreuzpaintner in seinem Film ein viel weniger hinterlistiges Handeln unterstellt und ihn am Ende sogar noch zum Helden macht, indem er ihn der Kantorka (gespielt von Paula Kalenberg) den Ring aus Haar bringt und ihr damit das Zeichen gibt, zur Mühle zu kommen und zu versuchen, die Macht des Meisters zu brechen.

Leider sind bei dem Film durch ein begrenztes Budget nicht alle Special Effects perfekt geworden, andere, wie z.B. die Verwandlung und Rückverwandlung der Gesellen in Raben sind jedoch sehr trickreich gelungen, sie heben sich nur leider ziemlich vom übrigen Film ab.

Dem Film hätte an manchen Stellen ein weniger spektakulärer Aufbau gut getan, anschauen ist auf jeden Fall sinnvoll, nur sollte man zum besseren Verständnis der Zusammenhänge vorher auf jeden Fall das Buch von Otfried Preußler lesen.

Autor: Khira Wack

 

 

Wenn Menschen zu Raben werden

Der Waisenjunge Krabat zieht während des 30-jährigen Krieges mit zwei anderen Bettelkindern als die heiligen drei Könige umher und verdient so gerade das Nötigste zum Überleben, bis er durch einen Traum von elf Raben zu einer Mühle berufen wird. Dort verbringt er die nächste Zeit und lernt die Schwarze Magie zu benutzen, so auch, wie man die Gestalt eines Raben annimmt. Als er bei einem Osterritual mit seinem Freund Tonda die Kantorka von Schwarzkollm kennenlernt, verliebt er sich in sie, was jedoch seinem unheimlichen Meister missfällt.

Der Film von Regisseur Marco Kreuzpainter ist sehr düster und kalt geraten, in Sommer und Winter. Die eindrucksvollen Landschaften, die nicht original aus Deutschland, sondern aus Rumänien stammen, passen haargenau zu denen aus dem Originaltext von Ottfried Preußler. Insgesamt ist Krabat ein effektarmer Film, dem nach ganzen zwei Stunden dann doch die Puste ausgeht, das Ende kommt im Vergleich zu unwichtigeren Teilen des Films sehr schnell. Wer Preußlers Buch nicht gelesen hat wird bei den schnellen Sprüngen der Handlung bald nicht mehr mitkommen, Übergänge fehlen. Die einzelnen Darsteller wie David Kross (Krabat) oder Daniel Brühl als Tonda sind eher schweigsam, die anderen Burschen fallen hinter ihnen in den Schatten. In der Datailtreue ist Krabat ein sehr gelungenes Werk, der Mehlstaub an den Klamotten und der Dreck unter den Fingernägeln der Burschen lässt alles echt wirken.

Krabat ist empfehlenswert für Leser von Preußlers Lektüre und Abenteuer-Fans, denen bei einem dialogarmen, aber an Bildern reichen Film nicht zu langweilig wird.

Autor: Marius Hogräfer

 

 

Der Film Krabat unter der Regie von Marco Kreuzpainter, nach dem gleichnamigen Roman von Otfried Preußler gedreht, erzählt die Geschichte von 12 Müllersburschen, die in einer Mühle in der Lausitz nicht nur das Müllerhandwerk, sondern ebenfalls die schwarze Magie erlernen. Unter ihnen Krabat, im Film gespielt von David Kross, der sich in das Mädchen Kantorka (gespielt von Paula Kalenberg) verliebt. Durch diese Liebe können die Müllerburschen den Fängen des bösen Meisters, gespielt von Christian Redel, entkommen.

Krabat wurde in den rumänischen Karpaten gedreht. Folglich bestimmen Kälte und Trostlosigkeit des Winters die meiste Zeit die Bilder auf der Leinwand. Dieses verschafft dem Film ein gewisses Etwas, das einem noch lange im Gedächtnis bleibt. Ebenfalls sehr gut dargestellt finde ich die Müllersburschen, deren Charaktere so unterschiedlich sind. Besonders der Meister wirkt grauenvoll, brutal und furchteinflößend. Der Film kürzt einige Passagen aus dem Buch weg, deshalb bleiben manche Dinge unerklärt. Hilfreich ist es, wenn man das Buch vorher schon einmal gelesen hat. Dadurch versteht man einige Zusammenhänge beim Kinobesuch schneller. Der Film stammt nicht aus dem Genre Science-fiction. Es wimmelt nicht von Special-Effects. Im Gegenteil, „Krabat“ besticht durch seine Einfachheit, in der die Spannung durch die eindrucksvollen Landschaften und die Sprache der Gesichter und die Gesten der Hauptcharaktere zum Ausdruck gebracht wird. Bestes Beispiel dafür ist die Szene, in der der Altgeselle Tonda (Daniel Brühl) seine Freundin tot im Fluss auffindet. Es sind Filmpassagen dieser Art, die es schaffen, dass ab und zu trotz der fünf Schulklassen im Kino absolute Stille herrscht.

Ein Punkt, der zu bemängeln wäre, ist, dass die wenigen Computeranimationen nicht 100%ig in ihrer Ausführung sind und meiner Meinung nach nicht zum Kontext passen. Man braucht sie nicht in diesem Film. Jedoch regt der Film in all den anderen Szenen zum Nachdenken an, über Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Durchhaltevermögen und darüber, für was es sich lohnt, im Leben zu kämpfen.

Autor: Meike Lawrenz

 

 

Grundlage des Films Krabat ist das gleichnamige Buch von Ottfried Preußler.

Der Film handelt von einem armen Jungen, der Müllerbursche auf einer magischen Mühle wird. Krabat (gespielt von David Kross) erkennt schnell, dass es in der Mühle nicht mit rechten Dingen zugeht. Da er den Meister hasst, kommt es zu einem Konflikt, den nur einer von ihnen überleben kann. Die Einzige, die Krabat noch helfen kann, ist Kantorka (Paula Kalenberg), ein Mädchen aus dem Nachbardorf.

Obwohl einige Szenen des Buches im Film gekürzt bzw. dramatisiert sind, bietet der Film vielseitige Abwechslung, u.a. durch Gefühle, Action und Special Effects. So ist es dem Regisseur (Marco Kreuzpaintner) zum Beispiel sehr gut gelungen, die Verwandlung der Müllerburschen in Raben zu inszenieren. Er achtet jedoch bei den Special Effects darauf, dass diese zeitgerecht und nicht übertrieben sind. Der Film steht vor dem geschichtlichen Hintergrund des 30-Jährigen Krieges und veranschaulicht auch die Lebensbedingungen der Dorfbewohner. Diese müssen täglich mit Angriffen von Soldaten rechnen und haben mit der Kälte des Winters zu kämpfen.

Die beeindruckende Landschaft des Drehorts wird nur durch teilweise sehr schlechte Computeranimationen getrübt. Der Film veranschaulicht durch die Dunkelheit der Bilder die Notlage der Müllerburschen.

Der hinterlistige Lyschko (Robert Stadlober) entwickelt sich zu einer Person, die Krabat und Kantorka das Leben rettet. Er weist damit auf den roten Faden hin, der sich durch den ganzen Film zieht: Gut besiegt Böse.

Gedankengänge von Krabat im Buch fehlen im Film. Daher sollte man, bevor man den Film ansieht, erst das Buch lesen. Nur wenn man dies getan hat, kann man zum Beispiel das Schwarzfärben des Messers oder das Altern von Krabat verstehen.

Da im Film ein Jahr auf der Mühle fehlt, werden dem Zuschauer viele wichtige Erfahrungen von Krabat verschwiegen. Zum Teil werden diese Fehler jedoch durch eingefügte Erzählerpassagen ausgeglichen.

Alles in allem haben sowohl die Schauspieler als auch der Regisseur und das Kamerateam gute Arbeit geleistet, sodass ein sehenswerter Film entstanden ist. Obwohl der Film erst ab 12 freigegeben ist, kann man ihn auch schon mit 10-Jährigen ansehen.

Autor: Sebastian Korten

 

 

Der Film Krabat ist eine Jugendbuchverfilmung, die das Elend des

17. Jahrhunderts in den Wirren des 30-jährigen Krieges widerspiegelt. Die öden Landschaftszüge, der Wechsel der Jahreszeiten und die häufig durchweichte Erde um die Mühle am  Koselbruch bilden die Kulisse für die Darstellung des harten Lebens der Titelfigur. Bei Tag und bei Nacht kleben Mehlstaub, Schweiß und Schmutz in den Haaren und den Gesichtern der 12 Gesellen.

Das Spiel von Licht und Schatten setzt die Mühle in Szene.

Zu den Highlights des Films gehört die dunkle Aura des Meisters - rau, dominant und verschlagen gespielt von Christian Redl. Wenn er leichenblass und mit der Augenklappe plötzlich aus dem Dunkel hervortritt, kann man sich schon etwas erschrecken.

Das Grauen wecken auch die Besuche des Gevatters, der als schwarze, unheimliche Gestalt auf dem Kutschbock sitzt und der Tod in Person zu sein scheint. Eindrucksvoll prescht er in der Vollmondnacht mit seiner voll beladenen Kutsche  und den sechs schwarzen Pferden auf den Mühlhof, um geheimnisvolle Säcke abzuladen.

Viele deutsche Schauspieler erwecken die Romanfiguren zum Leben. Schauspieler David Kross ist eine glaubhafte Titelgestalt, die aber zu wenig Text hat. Ich finde außerdem, dass er zu wenige Emotionen ausstrahlt. Zu den herausragenden Figuren des Films gehört auch Daniel Brühl, der  Tonda, den Altgesellen, spielt. Der Zuschauer versinkt mit Krabat in einen Strudel aus schwarzer Magie, Liebe, Geheimnissen und der Suche nach Freiheit.

Ein Gewinn für den Film sind die dezenten Spezialeffekte. An einigen Stellen wurden Computeranimationen eingesetzt, die die Handlung aber nicht dominieren, auch wenn man sie an manchen Stellen zu stark sehen konnte: so zum Beispiel in der Szene, in der sich die Gesellen in Raben verwandeln und über das Land fliegen.

Dem Regisseur Marco Kreuzpainter ist die Verfilmung relativ gut gelungen. Um den Film zu verstehen, sollte man das Buch aber gelesen haben. Es ist, wie bei fast jeder Literaturverfilmung, die ich kenne, viel gekürzt worden und zum Teil durch neue Szenen ersetzt worden. Alles in allem würde ich dem Film 4 von 5 Sternen geben.

Autor: Tobias Langen


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