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2. SchulKinoWochen Hessen enden mit großer Resonanz bei Schülerschaft und Lehrkräften

Mit insgesamt 34.500 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften aus ganz Hessen gehen am morgigen Freitag die 2. SchulKinoWochen Hessen zu Ende. Gemeinsam mit VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz machte das Deutsche Filminstitut – DIF zum zweiten Mal landesweit Kinosäle zum Klassenzimmer im Rahmen des Schulunterrichtes. Die Organisatoren des Deutschen Filminstituts – DIF und seine Projektpartner ziehen zum Abschluss der Bildungsmaßnahme ein positives Fazit.

„Die Vermittlung von Film- und Medienkompetenz wird durch die SchulKinoWochen erfolgreich als Teil des Schulunterrichts verankert und stößt an den Schulen ebenso wie in der Film- und Kinobranche auf großes Interesse – für das Engagement unserer zahlreichen Partner möchten wir herzlich danken“, so Projektleiterin Christine Moser. Das neunköpfige Organisationsteam des Deutschen Filminstituts – DIF als Projektträger in Hessen erstellte und betreute das zehntägige Programm mit 356 Filmvorstellungen in 75 hessischen Kinos. Insgesamt beteiligten sich 413 hessische Grundschulen, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen sowie Förder- und Berufsschulen an der landesweiten Bildungsmaßnahme.

„Auch im zweiten Jahr gehören die SchulKinoWochen Hessen – dank des hochwertigen Programms, der guten Resonanz und der reibungslosen Organisation – zu einem filmpädagogischen Highlight, das auch über die Ländergrenzen hinweg Impulse bei der Stärkung des Films als Kultur- und Bildungsgut setzt“, so Sarah Duve, Geschäftsführerin von VISION KINO.

„Die SchulKinoWochen leisten einen wichtigen Beitrag, gerade bei Kindern und Jugendlichen die Filmkultur zu stärken und ermöglichen es, Filmschaffende und Produktionen aus dem Filmland Hessen kennen zu lernen“, lobte Udo Corts, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst.

„Die hohen Anmeldezahlen zu den Vorstellungen und die Filmgespräche von Filmschaffenden mit Schülerschaft und Lehrkräften zeigen, dass es gelingt, die Vermittlung von Filmkultur und Medienkompetenz im Schulunterricht zu etablieren“, so Karin Wolff, Hessische Kultusministerin.

Lehrerinnen und Lehrer lobten die vielfältigen, für alle Altersstufen und Schulformen geeigneten Filmprogramme, der gemeinsame Kinobesuch und die anschließenden Filmgespräche stärkten zudem die Diskussionskultur und die Klassengemeinschaft. Auch die Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber zogen eine positive Bilanz, da durch die SchulKinoWochen das Kino als kultureller Erlebnisort im vielfältigen Medienkonsum der Kinder und Jugendlichen gestärkt werde.


Zum Programm der SchulKinoWochen
Aus einem Angebot von 86 internationalen und nationalen Produktionen wählten die Lehrkräfte Kinderfilme wie HERR DER DIEBE (D, LUX, GB 2005) und KARLSSON VOM DACH (Schweden, Norwegen 2002), den Jugendfilm DIE WOLKE (D 2006) oder die Oscar-Gewinner DIE FÄLSCHER (D, AU 2006), RATATOUILLE (USA 2007) sowie DAS LEBEN DER ANDEREN (D 2005). Das Rahmenprogramm bot die Möglichkeit, Filme aus Hessen anzusehen, etwa den preisgekrönten Spielfilm BUNGALOW (D 2002) des Marburger Regisseurs Ulrich Köhler oder den Dokumentarfilm MOVE@SCHOOL (D 2007) über ein Jugendtheaterprojekt am Hessischen Staatstheater in Wiesbaden.

Durch das Rahmenprogramm lernten die Schulklassen und Lehrkräfte auch Filmemacherinnen und Filmemacher persönlich kennen. So stellte der Offenbacher Regisseur Carsten Strauch seine Kurzfilme vor und die Produzenten Robert Malzahn (KISS AND RUN, D 2002) und Stephan Limbach (PROJEKT GOLD, D 2007) ihre Produktionen. Im Anschluss an die Vorstellungen stellten sich die Filmemacher den zahlreichen Fragen der neugierigen Schülerinnen und Schüler. In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt bot das Projekt einen Workshop zu SCHINDLERS LISTE (USA 1993), in dem Differenzen zwischen filmischer Umsetzung und historischer Überlieferung thematisiert wurden.

Vor dem Kinobesuch nutzten 200 Lehrerinnen und Lehrer die 16 filmwissenschaftlichen Fortbildungen in zwölf Städten. Im Deutschen Filminstitut - DIF informierten sie sich über die museumspädagogischen Angebote der „Schule des Sehens“, die aktuelle Manga/Anime-Ausstellung des Deutschen Filmmuseums und des Museums für Angewandte Kunst sowie über Grundlagen der Filmdramaturgie. Anschließend bereiteten sie ihre Klassen mit Hilfe von pädagogischem Begleitmaterial auf Inhalt und Ästhetik der Filme vor. Nach dem Kinobesuch konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Filmkritiken schreiben und an die Hessisch/Niedersächsische Allgemeine (HNA) schicken. Diese werden auf der HNA-Website veröffentlicht.
Bei der Eröffnung der SchulKinoWochen für die Regionen Rhein-Main und Nordhessen in Wiesbaden konnten die Kinder und Jugendlichen sogar Aktuelles zur weltweiten Migration von Kindern erfahren: Nach der Vorführung des LUCAS-Preisträgerfilms HOPPET (Schweden, Norwegen, Deutschland 2006), der das Schicksal zweier Brüder aus einem sich im Bürgerkrieg befindlichen Land im Mittleren Osten schildert, sprachen Andrea Söffgen, Produktionsassistentin, und Dr. Ines Welge, Flüchtlingsverein Wiesbaden, über Entstehung und Inhalt des Films.

Zum Auftakt der zweiten Spielwoche der SchulKinoWochen in den Regionen Mitte und Süd in Marburg wurde BUNGALOW gezeigt, der in dem Ort Gladenbach, in der Nähe von Marburg gedreht wurde. Im Anschluss diskutierte Maria Wismeth, Geschäftsführerin der Hessischen Filmförderung, die den Film finanziert hat, mit den anwesenden Neuntklässlern aus Gladenbach über Herstellung und Wirkungsweise der Produktion, die mittlerweile zur international beachteten Stilrichtung der „Berliner Schule“ gezählt wird.


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