WAS GEHT?! Kurze Dokumentarfilme am 10.3. in den Bali Kinos
WAS GEHT?! Kurze Dokumentarfilme aus dem Kasseler DokFest Filmprogramm am 10.3. in den Bali Kinos
„junges dokfest – Dokumentarfilm sehen und verstehen“: Die dokumentarische Kurzfilmreihe „WAS GEHT?!“ portraitiert vier individuelle Lebenssituationen von Jugendlichen. Dabei wird eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass selbst im zeitlichen Rahmen eines Kurzfilms aufschlussreiche Einblicke in die Lebenswelten Anderer möglich sind.
Lil’A | D 2008 | 11:00 Min. | REGIE: Katharina Sophie Brauer. Ein Film der
Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) "Konrad Wolf" in Potsdam-
Babelsberg.
Lil’A ist 12 Jahre alt und sein größtes Ziel ist es, der beste Tänzer und
Choreograph der Welt zu werden. Vor drei Jahren hat er aufgrund seiner
Tickstörung mit einer Musiktherapie angefangen und ist dadurch zum Tanzen gekommen. Lil’A lernt verschiedene Tanzstile: Hip Hop, Newstyle, Krumping und Streetdance. Die schnellen und kraftvollen Bewegungen, die hierbei gefordert sind, wirken sich positiv auf seine Tickstörung aus. Doch Lil’A ist davon überzeugt, dass er ohne eine gute Schulausbildung sein Ziel nicht erreichen kann. Ein kurzweiliger Film über Enthusiasmus, familiären Zusammenhalt und die Bewältigung von Problemen.
ABOVE THE PAVEMENTS (Ponad chodnikami) | Polen 2008 | 24:00 Min. | Of mit engl. UT | REGIE: Piotr Stasik
Der 18jährige Protagonist dieses Kurzfilms lebt in einem kleinen polnischen Dorf. Er besitzt eine außergewöhnliche musikalische Sensibilität, was der nicht minder talentierte Filmemacher Piotr Stasik in der ersten Hälfte des Films in poetische Bilder und Töne übersetzt. Der zweite Teil erzählt von seiner Reise nach Warschau, wo er an einem Musik-Workshop teilnimmt und einen erfahrenen Klavierlehrer findet. Durch die audiovisuelle Sprache des Films kommt man als Zuschauer – beziehungsweise Zuhörer – dem Protagonisten sehr nahe und taucht in eine faszinierende Klangwelt ein.
HALTUNG | D 2009 |7:06 Min. | deutsch | REGIE: Ana Esteve Reig
Der Film zeigt den Boxsport von einer besonderen Seite. Das Training wird als Lernprozess vorgestellt. Konzentration, Ausdauer, Technik und Kontrolle stehen im Zentrum der Betrachtung. Die Mädchen trainieren Bewegungsabläufe, ohne kämpfen zu wollen. Dabei präsentiert der Film lediglich Ausschnitte und provoziert den Zuschauer somit zum Nachdenken über eine Sportart, die aufgrund ihrer Geschichte und populären Ausschlachtung mit vielen Klischees und Vorurteilen behaftet ist. Weder die Bildinhalte, noch die Machart des Films zielen auf Gewalt oder Spektakuläres ab.
PLAYGIRL | Schweiz 2008 | 28:00 Min. | REGIE: Anna Wahle
Die Kamera in PLAYGIRL begleitet eine Gruppe Jugendlicher in deren Zentrum eine junge Türkin steht. Die Streifzüge durch die Diskotheken und Straßen einer deutschen Großstadt wirken ziellos und stehen somit sinnbildhaft für die grundlegende Orientierungslosigkeit der Protagonistin und ihres sozialen Umfeldes. Kommunikationsprobleme und Oberflächlichkeit bestimmen zunächst das Erscheinungsbild, bis sich schließlich Wünsche, Hoffnungen und Ängste der Protagonistin herauskristallisieren. Ein gelungenes Portrait, das beispielhaft und stellvertretend die Probleme vieler ausländischer Jugendlicher offen legt.
Schulunterricht: Ab 7. Klasse
Der Film wird in folgenden Kinos gezeigt:
| Ort | Kino | Tag | Uhrzeit | |
| Kassel | Bali Kinos im Kulturbahnhof Kassel | 10.03.2010 | 09:00 | Filmgespräch |
Über das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest
Im traditionellen Festivalherbst, zur Novembermitte, findet das Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest an fünf Tagen statt. Es präsentiert dokumentarische Beiträge in allen Facetten und fokussiert dabei die Arbeit mit neuen, innovativen Medien.
Erstmals fand beim Festival 2009 ein filmpädagogisches Begleitprogramm „junges dokfest – Dokumentarfilm sehen und verstehen“ sowohl im Vorfeld als auch während des Festivals für Jugendliche statt.