Endlich wieder SchulKinoWochen!

Jetzt anmelden für die 13. hessische Ausgabe
vom 25. März bis 5. April 2019

SchulKinoWochen, das bedeutet in ganz Hessen zum 13. Mal: Das Kino wird zum Klassenzimmer. Lehrkräfte und Pädagog/innen können sich jetzt mit ihren Schulklassen landesweit für einen Kinobesuch vom 25. März bis 5. April 2019 anmelden. Das beliebte Bildungsformat, veranstaltet von Vision Kino – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz zusammen mit dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum, bringt mehr als 100 Kinofilme für alle Altersgruppen und Schulformen kostengünstig in 76 hessische Kinos und gibt passende Unterrichtsmaterialien gleich mit an die Hand. Ob Begleitmaterial, Expert/innengespräche, vertiefende Workshops oder aber Fortbildungen für Lehrkräfte: Ein breites Begleitangebot mit unterrichtsrelevanten Themen bietet Anknüpfungspunkte für die intensive Auseinandersetzung mit dem Medium Film.

Fokus: Zeit im Film

Die „wilde“ 13. Ausgabe rückt das Thema „Zeit im Film“ in den Fokus. Mit der rothaarigen Lola in LOLA RENNT (DE 1998, R: Tom Tykwer) atemlos durch Berlin hasten und wie in einem Computerspiel immer wieder vor ein und derselben Aufgabe stehen: „Wie komme ich in 20 Minuten an 100.000 Mark?“; sich mit MOMO (DE 1986, R: Johannes Schaaf) auf die Suche nach der verlorenen Zeit begeben, in DAS GRÜNE WUNDER – UNSER WALD (DE 2012, R: Jan Haft) einen Urwald beim Wachsen beobachten oder mit dem 1980er-Jahre-Klassiker gar ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT (US 1985, R: Robert Zemeckis) reisen: Die zehn Filme der Reihe werfen Schlaglichter auf individuelle und gesellschaftliche Zeiterfahrung. Vor allem aber zeigen sie, wie die Dehnung und Raffung der Zeit ebenso wie Zeitsprünge als filmische Gestaltungsmittel eingesetzt werden, die für die Wirkung des Mediums von zentraler Bedeutung sind.

Themenreihen

Das „Filmland Hessen“ erhält in einem Themenschwerpunkt erneut besondere Aufmerksamkeit. Die Reihe ist gleichermaßen Schaufenster für aktuelle Kinoproduktionen und Nachwuchstalente aus Hessen wie für die reiche lokale Festivallandschaft mit internationaler Strahlkraft. So präsentieren die Festivals goEast, LUCAS, Lichter und Nippon Connection je einen Film für junges Publikum aus ihrer jüngsten Festivalausgabe. Zum Protagonisten wird „der ländliche Raum im Film“ unter dem Obertitel „Landstreifen“, einer Filmreihe von VISION KINO gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Zu sehen sind darin der Kinderfilmklassiker FLUSSFAHRT MIT HUHN (DE 1984, Arend Agthe) und das zeitgeschichtliche Drama WACKERSDORF (DE 2018, R: Oliver Heffner) über die Anti-Atom-Bewegung. Der Themenschwerpunkt „Heute bin ich…“ widmet sich in sieben Filmen dem Spannungsfeld von „Ich“ und „Anderen“ und wirbt für Verständnis untereinander. In PINK CUTS PINK (DE 2017, R: Alma W. Bär) und GIRL (BE 2018, R: Lukas Dhont) geht es darum, angesichts eigener und fremder Erwartungen den eigenen Weg zu finden; DRAUSSEN (DE 2018, R: T. Tobias-Macht, J. Sunder-Plassmann) porträtiert Menschen, die auf der Straße leben; WUNDER (US 2017, R: Steven Chbosky), SIMPEL (DE 2017, R: Markus Goller) und UNZERTRENNLICH (DE 2018, R: Frauke Lodders) blicken jeweils aus der Perspektive des Bruders oder der Schwester auf das Familienleben mit einem behinderten Geschwisterkind. Das Motto des Wissenschaftsjahrs 2019, „Künstliche Intelligenz“, bietet die Gelegenheit zum Wiedersehen mit Leinwandheld/innen wie WALL-E (US 2018, R: Andrew Stanton) und dokumentiert mit Isabella Willingers WIR SIND DIE ROBOTER (DE 2018), wie Maschinen unseren Alltag verändern.17 Ziele für nachhaltige Entwicklung haben die Vereinten Nationen auf die Agenda 2030 gesetzt. Die Filme der fortgesetzten Themenreihe „17 Ziele – eine Zukunft“ laden mit Blick auf ausgewählte Ziele der UN-Agenda dazu ein, eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu erkunden und vertiefen das Verständnis für die globale Dimension menschlichen Handelns.

Angebote für Lehrkräfte 2019

Wie entsteht ein Animationsfilm? Welche Fragen und Gefühle hinterlässt der Film? Wie verhält sich die formale Gestaltung zum Inhalt? Das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum bietet mit dem Projekt FILMmobil Schulklassen und Pädagog/innen die Möglichkeit, den Kinobesuch bei den SchulKinoWochen mit einem vor- oder nachbereitenden Workshop im Klassenraum zu verbinden. Im Kino stehen Expert/innen und Filmgäste zu ausgewählten Filmen Rede und Antwort. Für den Fremdsprachenunterricht bieten sich ausgewählte Filme, wie die musikalische Coming-of-Age-Geschichte LA MÉLODIE – DER KLANG VON PARIS (FR 2017, R: Rachid Hami) oder das italienische Science-Fiction-Abenteuer TITO, DER PROFESSOR UND DIE ALIENS (IT 2017, R: Paola Randi) an, die wahlweise in Originalfassung mit Untertiteln verfügbar sind. Unabhängig vom Kinobesuch können Pädagog/innen außerdem ganztägige Analyse- und Praxisseminare für Schulklassen oder Fachkollegien buchen und dabei Grundbegriffe der Filmanalyse lernen. Fortbildungen ermöglichen es Lehrkräften landesweit, gezielt Kompetenz in der Filmvermittlung zu erwerben und die Medienbildung nachhaltig zum Unterrichtsgegenstand zu machen.

Anmeldung bis 8. März

Verbindliche Anmeldungen für Kinobesuche und Veranstaltungen des Begleitprogramms nimmt das Projektbüro der SchulKinoWochen Hessen ab sofort bis Freitag, 8. März 2019 online, per Mail, oder Telefon entgegen. Die Vorführungen in der ersten Spielwoche von Montag, 25., bis Freitag, 29. März, finden vorwiegend an Spielorten in Nordhessen und im Rhein-Main-Gebiet statt, von Montag, 1., bis Freitag, 5. April, werden Kinos in Süd- und Mittelhessen bespielt. Pro Schüler/in kostet der Eintritt 3,50 Euro. Ausführliche Informationen enthält das Programmheft; Kontakte sowie fortlaufend aktualisierte Inhalte zu Filmen und Gesprächen sind darüber hinaus unter www.schulkinowochen-hessen.de zu finden.

Stimmen

Kultusminister Prof. R. Alexander Lorz: „Die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit analogen wie digitalen Medien hat einen hohen Stellenwert in unserem Bildungskonzept. Es freut mich sehr, dass Hessens Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sich während der SchulKinoWochen kritisch mit einem dieser Medien auseinanderzusetzen und dadurch wichtige Erfahrungen sammeln zu können. Ich wünsche allen beteiligten Schulen viel Spaß und bin schon jetzt gespannt auf die Beiträge.“

Staatsminister Boris Rhein: „In Hessen bewegt sich viel beim Thema Film, das zeigen die vielen bundesweiten und auch internationalen Erfolge hessischer Produktionen. Das Kino bleibt dabei der zentrale Ort für das gemeinsame Erlebnis von Bewegtbildern. Die SchulKinoWochen leisten einen wichtigen Beitrag, um junge Menschen in Städten und Gemeinden für den lebendigen Bildungsort Kino zu begeistern und eine aktive, kritische Medienrezeption zu fördern.“

Ellen Harrington, Direktorin des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums: „Das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum setzt sich mit großem Engagement dafür ein, jungen Menschen wertvolle Kinoerlebnisse zu ermöglichen. Ich freue mich deshalb sehr, dass die SchulKinoWochen jedes Jahr zehntausende Schüler/innen und Lehrer/innen in ganz Hessen für das Kino in seiner ganzen Vielfalt begeistern. Das Projekt weckt aber nicht nur Begeisterung für den Film, sondern verbindet dies mit pädagogischen Angeboten und hilft Kindern und Jugendlichen so, ihr Verständnis von der Welt zu vertiefen.“

Sarah Duve, Geschäftsführerin von Vision Kino: „Bei den SchulKinoWochen öffnen engagierte Kinomacher/innen – vom kommunalen Kino über das Stadtteilkino, vom inhabergeführten Kinocenter bis hin zum Multiplex – ihre Säle für Schulklassen, damit diese bei den SchulKinoWochen das Kino für sich entdecken können: als einen besonderen sozialen und kulturellen Erlebnisort, an dem in einem dunklen Saal große Geschichten erzählt und jede/r für sich und doch gemeinsam eine besondere ästhetische und emotionale Erfahrung macht.“

Joachim Becker, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien: „Seit vielen Jahren vermitteln wir Kindern, Jugendlichen, Pädagogen und Eltern zielgruppenorientiert den Umgang mit verschiedenen Medien. Die begleitenden Workshops für Schüler/innen und Pädagog/innen bei den SchulKinoWochen bieten einen idealen Ausgangspunkt für eine zeitgemäße Filmvermittlung in der Schule. Es stehen zahlreiche Workshops zum Fokus-Thema „Zeit im Film“, zu Theorie und Praxis des Filmschaffens ebenso wie Fortbildungen für Pädagog/innen zur Auswahl. Schulklassen können sich in ganz Hessen auf eine lebendige und kompetente Begleitung ihres Kinobesuchs freuen.“

Caroline Fuchs und Anna Katharina Potzuweit, Projektleitung SchulKinoWochen Hessen: „Das Programm der SchulKinoWochen entsteht in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften landesweit. Teilnehmer/innen aller Schulformen und Altersgruppen können sich auf ein maßgeschneidertes Kinoprogramm in ihrer Region freuen. Die „wilde“ 13. Ausgabe bietet Schulklassen erstmals die Möglichkeit, Filmpatenschaften für die Filme der Fokus-Reihe „Zeit im Film“ zu übernehmen und sich dabei besonders intensiv mit ihrem Wunschfilm auseinander zu setzen.“


SchulKinoWochen sind ein Projekt von Vision Kino gGmbH – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz. Vision Kino ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über Vision Kino hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen. Kooperationspartner der SchulKinoWochen Hessen ist das Deutsche Filminstitut – DIF e.V. in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Film- und Kinobüro Hessen e.V. Die SchulKinoWochen Hessen sind eine anerkannte Bildungsmaßnahme des Landes Hessen und werden von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), der hessischen Medieninitiative Schule@Zukunft und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt. Zudem sind die Medienzentren Hessen und die Medienprojektzentren Offener Kanal der LPR Hessen beteiligt. Das Projekt wird gefördert von der HessenFilm und Medien und dem Hessischen Kultusministerium. Medienpartner: Journal Frankfurt

 

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