Grußworte

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,
sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,

Filme sind in unserem Alltag allgegenwärtig. Um Film an seinem originären Ort zu erleben, muss man jedoch ins Kino gehen. Hessens Kinos öffnen daher vom 6. bis 17. März 2017 schon zum elften Mal ihre Türen für Schulklassen. Den Unterricht im Kinosaal nehmen jährlich rund 60.000 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte wahr.
Das abwechslungsreiche Programm mit mehr als 100 Filmen, zusätzlichen Filmgesprächen und Sonderveranstaltungen richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und Schulformen. Großen Wert legt das Projekt darauf, dass Filme nicht nur aufgrund ihrer thematischen Impulse für den Unterricht rezipiert werden. Das Angebot möchte Film als Gegenstand ästhetischer Bildung vermitteln, für die Wahrnehmung filmsprachlicher Mittel sensibilisieren sowie neue Sichtweisen auf das bewegte Bild eröffnen.
Besonders begrüßen wir den Schwerpunkt „Zusammen leben – einander verstehen“, der die Themen Inklusion und Ausgrenzung – sei es aufgrund der Herkunft, des Verhaltens oder körperlicher Fähigkeiten – auf spielerische Weise kommentiert und zu einer positiven Auseinandersetzung beiträgt. Über das neue Angebot der SchulKinoWochen, zu ausgewählten Filmen Unterrichtsmaterial für Intensivklassen anzubieten, freuen wir uns sehr. Es zeugt einmal mehr von der Kraft von Filmen, Grenzen vielerlei Art zu überwinden und über Sprachbarrieren hinweg Brücken zu anderen Menschen und Kulturen zu bauen. Lehrkräfte aller Schulformen lernen in der Fortbildungsreihe FILMBILDUNG Filmanalyse und neue Methoden der Filmvermittlung kennen.
Bei den pädagogischen Workshops der PRAXIS FILMVERMITTLUNG bringen erfahrene Referentinnen und Referenten hessenweit Kino direkt in das Klassenzimmer. Mit dem FILMMOBIL kam im vergangenen Jahr ein neues Workshop-Format hinzu, welches eine intensive und konzentrierte Auseinandersetzung mit den Filmen des Programms ermöglicht.
Ihnen allen wünschen wir schöne Filmerlebnisse, erfolgreiche Fortbildungen und den SchulKinoWochen viele Anmeldungen aus allen Regionen Hessens!

Boris Rhein
Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst          

Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Hessischer Kultusminister

 

Liebe Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Schülerinnen und Schüler,

zum elften Mal laden wir Sie und Ihre Schulklassen ein, das Kino zum Klassenzimmer zu machen. Unser herzliches Dankeschön gilt den 81 hessischen Kinos, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ein spannendes und facettenreiches Filmprogramm auf der großen Leinwand zu erleben.
Der diesjährige Fokus „Ton, Geräusch und Musik im Film“ geht der Frage nach, inwiefern die Ton- und Musikebene das bewegte Bild beeinflusst. Besucher/innen sind eingeladen, Geräusche im Film mit geschärften Sinnen wahrzunehmen. Im zugehörigen Filmprogramm
sind Klassiker wie das Musical Singin‘ in the Rain, der Western Spiel mir das Lied vom Tod sowie Francis Ford Coppolas Thriller The Conversation – Der Dialog zu sehen. Das Kurzfilmprogramm KUKI Kurze für Kids kommt ohne Sprache aus und bietet ebenso wie der Animationsfilm Sing und Disneys erstes abendfüllendes Märchen-Musical Schneewittchen und die sieben Zwerge einen thematischen Zugang für jüngere Kinder.
Zum aktuellen Wissenschaftsjahr beschäftigt sich ein umfangreiches Filmprogramm für alle Altersklassen mit der Magie der Meere, dem Ökosystem der Ozeane und den sie bedrohenden, allgegenwärtigen wirtschaftlichen Interessen. Anlässlich des Reformations-jahres zeigen die SchulKinoWochen in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung neben Luther weitere Filme, in denen der protestantische Glaube wichtige gesellschaftliche Veränderungen ins Rollen bringt. Unter anderem mit Ghostland präsentieren wir auch in diesem Jahr wieder aktuelle Filme aus Hessen.
Die SchulKinoWochen Hessen werden von VISION KINO in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut – DIF in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Film- und Kinobüro Hessen veranstaltet und vermitteln Film als Kultur- und Bildungsgut. Darüber hinaus wird die Filmkompetenz der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Als anerkannte Bildungsmaßnahme des Landes Hessen wird der Besuch einer Kinovorstellung als Unterrichtszeit anerkannt. Unterstützt und gefördert wird das Angebot von der HessenFilm und Medien, dem Hessischen Kultusministerium und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Für dieses vielseitige Engagement bedanken wir uns recht herzlich!
Über das Vertrauen in den vergangenen Jahren freuen wir uns sehr und laden auch bei der elften Ausgabe dazu ein, mit Begleitmaterial, Filmgesprächen, Kinoseminaren, Workshops und Fortbildungen die Filmbildung im Lehrplan zu verankern.
Wir wünschen anregende und überraschende Filmerlebnisse

Julia Fleißig – Projektleitung
Das Team der 11. SchulKinoWochen Hessen

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Lehrerinnen und Lehrer,

wie oft ist so ein Filmerlebnis im gemütlichen Kinosessel eine mal aufregende und schöne, mal durchaus unbequeme Reise: in eine andere Zeit, in ein anderes Leben, in ein anderes Land. Filme bringen uns die Vergangenheit nah und machen die Zukunft greifbar, sie können uns an die entlegensten Winkel der Welt führen oder uns die Augen für den Zauber des Alltäglichen öffnen, sie spiegeln unsere ureigensten Gefühle in Leinwandgröße oder lassen uns in eine fremde Haut schlüpfen und für kurze Zeit ein anderes Leben führen. Manchmal tun sie all dies gleichzeitig – so etwa die Neuverfilmung von Heidi: Obwohl es sich hier um die Adaption eines historischen Kinderbuchs handelt, das nicht selten als „Schweizer Nationalgut“ bezeichnet wird, erzählt die Geschichte so universell vom Verlassen der Heimat und dem damit verbundenen Heimweh, dass sie Kinder über zeitliche und kulturelle Grenzen hinweg anrührt.

Auf diese Kraft von Filmen, Grenzen vielerlei Arten zu überwinden, Verständnis zu wecken und über Sprachbarrieren hinweg Brücken zu anderen Menschen und Kulturen zu bauen, setzt eines der neuen Angebote der SchulKinoWochen: Wir freuen uns sehr, dass wir ausgewählte Filme aus dem Programm mit gesonderten Unterrichtsmaterialien für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche anbieten können. Davon, wie unterschiedlich ihre Migrationsgeschichten sein können, zeugen eine Reihe von Filmen aus dem regulären Programm: Sie greifen die Themen Flucht, Vertreibung und Asyl auf und richten den Blick dabei auch auf die aufnehmenden Gesellschaften.

An bereits heimische Sprachlernende richtet sich unser neuer Praxisleitfaden „Film im Fremdsprachenunterricht“, der kostenlos auf der Website von VISION KINO bestellt werden kann. Auf 63 Seiten erschließt er das umfassende Potenzial des originalsprachlichen Films für die Vermittlung von Filmbildung, das interkulturelle Lernen, den Spracherwerb und das Hör-/Seh-Verstehen, bietet vielfältige methodische Anregungen sowie Informationen zu interessanten Quellen aus den Bereichen Film und Filmpädagogik für die Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch.

Seit über 10 Jahren setzt sich VISION KINO für eine stärkere Wahrnehmung des Kinofilms in Bildungszusammenhängen ein. Unterstützt und gefördert wird VISION KINO durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Filmförderungsanstalt sowie die „Kino macht Schule“ GbR; die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Joachim Gauck übernommen. Neben ihnen gilt unser Dank auch den Schul- und Bildungsministerien sowie zahlreichen bundesweiten und lokalen Kooperationspartnern und Unterstützern, die es ermöglichen, dass wir bei den SchulKinoWochen erneut ein umfangreiches Programm anbieten können.

Nach einem fantastischen Teilnahmerekord im letzten Turnus freuen wir uns darauf, auch während der SchulKinoWochen 2016/2017 wieder möglichst viele junge Menschen dabei zu unterstützen, kompetent und kreativ mit Film als Medium umzugehen, Kino als besonderen Ort des Filmkunstgenusses zu erleben – und als Ort, an dem hoffentlich viele Brücken zu anderen Menschen und neue Blickwinkel entstehen.

Ihre

Sarah Duve
Geschäftsführerin Vision Kino – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz